Haare richtig waschen
Haare nass machen: Das ist viel schwerer als man denken sollte! Normales und fettiges Haar sind von Natur aus wasserabweisend. Deswegen dauert es länger, bis das Haar wirklich "klatschnass" ist – nass genug, um gut gewaschen werden zu können. Wer sehr trockenes oder strapaziertes Haar hat, hat mehr Glück denn die Haaroberfläche ist in diesem Fall so brüchig, dass die Haare sich viel schneller mit Wasser vollsaugen können.
Shampoonieren: Beim Shampoo ist weniger immer mehr. Zuviel Shampoo erhöht nur die Gefahr, dass dem Haar zu viele der schützenden Öle geraubt werden, die seine natürliche Schutzschicht darstellen und ihm seinen Glanz verleihen. Viel Shampoo bedeutet auch nicht gleich "viel Sauberkeit": Falls das Haar wirklich mal dreckig ist, sollten ihr lieber zweimal shampoonieren. Das wirkt auf jeden Fall besser und ist schonender für das Haar. Ein Klecks von der Größe eines 50-Cent-Stückes reicht vollkommen aus – auch bei langem Haar! Der Grund: Ihr solltet Kopfhaut einschäumen, nicht das ganze Haar. Das Haar selbst wird beim Ausspülen des Shampoos problemlos mitgewaschen. Ihr brauchen also nicht euren ganzen Kopf einzuschäumen.
Shampoo ausspülen: Das Ausspülen ist enorm wichtig. Wenn ihr das Shampoo nicht gründlich ausspült, bleiben bei jedem Waschen Produktreste im Haar zurück. Mit der Zeit kann sich dann eine richtiggehende Schicht bilden, an der sich Staub und Schmutzpartikel anlagern können. Das Haar wirkt schlapp und glanzlos.
Wie oft die Haare waschen? Es ist erstaunlich, wie unsicher viele Leute sind, wenn es um die Häufigkeit des Haarewaschens geht. Prinzipiell gilt natürlich: Haare kann/muss man so oft es eben nötig ist. Dabei spielt natürlich auch der Beruf oder die Freizeitgestaltung eine Rolle: Wenn man wirklich verdreckt oder verschwitzt ist, duscht man vermutlich sowieso, im Bedarfsfall eben auch täglich – und warum sollte man dabei die Haare aussparen, die das Waschen auch brauchen?
Wer allerdings keine körperlich anstrengende oder schmutzlastige Tätigkeit ausübt und sich auch in der Freizeit nicht jeden Tag auspowert, muss auch nicht unbedingt jeden Tag Haare waschen. Zu häufiges Waschen kann die natürliche Schutzschicht des Haares schädigen, vor allem wenn man zu viel oder das falsche Shampoo verwendet.
Bei vielen Hochsteck- oder auch Flechtfrisuren ist es sogar so, dass sie erst am zweiten Tag richtig "sitzen", weil das Haar dann wieder griffiger ist. Ist das Haar frisch gewaschen, muss man es erst mühsam mit verschiedenen Stylingprodukten ähnlich stylingwillig machen.
Haare trocknen
Zum Haare waschen gehört auch das Trocknen der Haare. Nasse Haare sind anfällig für mechanische Schäden, deshalb muss man sie sorgsam behandeln. Trockenrubbeln mit einem Handtuch ist Gift für die Schuppenschicht des Haares. Sie wird davon aufgeraut, die Haare – die man so sorgfältig gewaschen und mit Spülung gepflegt hat – verkletten und sind glanzlos. Schonender ist es, die Haare nur auszudrücken, ohne sie zu reiben oder zu rubbeln. Sehr zweckmäßig ist dabei ein Handtuchturban.
Generell ist es für die Haare am besten, wenn ihr sie einfach an der Luft trocknen lasst. Das ist aber nicht immer praktisch, beispielsweise im Winter, bei sehr langen Haaren, oder wenn man sich einfach die Haare morgens gewaschen hat und nun aus dem Haus muss. In diesen Fällen greift man natürlich zum Föhn. Achtet darauf, den Föhn nicht zu nahe an das Haar zu bringen, nicht zu lange die gleiche Stelle zu trocknen und die Temperatur nicht zu hoch einzustellen. Ausgetrocknetes Haar sieht nicht schön aus und lässt sich auch nur schwer stylen.
Je nach Frisur und Haarlänge ist der Föhn natürlich auch fürs Styling unverzichtbar. Ihr solltet aber immer daran denken, die Haare nicht komplett auf der höchsten Stufe zu trocknen. Föhnt die Haare fast trocken, überprüft das Styling und gebt der Frisur je nach Wunsch mit Lockenstab oder Glätteisen den letzten Schliff. Ansonsten trocknet die Haare auf niedrigster Temperatur fertig. Das ist schonender für die Haare.
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